Mit der Kostensturkturanalyse auf Augenhöhe mit den Lieferanten verhandeln.

Preissteigerungen durch schlaue Optimierungsansätze begegnen

Andreas Schmidtke Freitag, 22. Juli 2022 von Andreas Schmidtke

Kosten- und Prozessoptimierung

damit Verpackungskosten optimiert werden und sich die Verfügbarkeit verbessert

Einkaufsmanager in der Praxis:

Die Preise für Versandkartons sind in die Höhe geschossen. Was waren die Hauptgründe und auf was müssen sich Einkäufer aus preislicher Sicht in 2022 einstellen?

Schmidtke:

Die Nachfrage ist durch die schnelle Erholung der Weltwirtschaft und durch das starke Wachstum beim Online - Handel sprunghaft angestiegen. Hinzu kommt, dass insbesondere China sehr große Mengen aus dem Europäischen Markt importierte. Die Unsicherheiten bei der Versorgung führten auch dazu, dass Verarbeiter die Lagerbestände erhöht und die Deckungsdauer verlängert haben

Im letzten Monat haben sich die Preise durch die Entwicklung der Energiekosten weiter nach oben entwickelt. Es wurde sogar ein zusätzlicher Energiekostenzuschlag diskutiert, der jedoch nur in seltenen Fällen umgesetzt wurde.

Die Versorgung ist sehr eng und die Preiskurve zeigt nach oben. Wir befinden uns in einem Verkäufermarkt.

Ich erwarte, dass uns die Lieferengpässe und Einkaufspreise auch im 1. Quartal 2022 vor Herausforderungen stellen.

Einkaufsmanager in der Praxis:

Welche vielseitigen Ansätze zu Kosten- und Prozessoptimierungen schlagen Sie Einkäufern hierbei vor?

Schmidtke:

Es bieten sich verschiedene Optimierungsansätze an, um Kosten zu reduzieren. Ein wichtiger Hebel ist das Optimieren der Spezifikationen. Dies führt nicht nur dazu, dass die Verpackungen auf Grund des geringeren Materialeinsatzes günstiger werden. Auch lassen sich Logistikkosten durch eine bessere Ausnutzung des Laderaumes von LKW’s oder Containern deutlich senken.

Auch sollten falsch dimensionierte Verpackungen verbessert und unnötige Kennzeichnungen entfernt werden, um Prozesse zu optimieren und Einsparungen zu erzielen.

Ein weiterer Ansatz ist es, Wellpappkartons „maßgeschneidert“ selber herzustellen. Dies ist besonders für den Versandhandel eine spannende Möglichkeit Kosten zu senken, die Versorgungssicherheit zu erhöhen, sich als Unternehmen nachhaltiger aufzustellen und die Kunden-zufriedenheit zu erhöhen. Als zusätzlichen Vorteil bekommen die Unternehmen die Möglichkeit, Belastungsspitzen ganz schnell und unkompliziert abzudecken.

Einkaufsmanager in der Praxis:

Welches Potential birgt die Nachhaltigkeit bei Wellpappkartonagen?

Schmidtke:

Wellpappe ist ein umweltfreundlicher Packstoff, weil der Rohstoff aus Wäldern kommt, die nachhaltig bewirtschaftet und Wellpapp-Kartons über einen funktionierenden Stoffkreislauf wieder verwertet werden.

Trotzdem ist es wichtig, laufend zu optimieren. Umweltverträglichkeit erhält bei Verbrauchern einen immer höheren Stellenwert. Die Investition in die Nachhaltigkeit führt zu einer verbesserten Zufriedenheit der Kunden

Auch lassen sich auch Kosten senken und die Verfügbarkeit verbessern. Wenn es zusätzlich gelingt, Material über einen sauberen Prozess zu sammeln, können in Idealfall aus Kosten für die Entsorgung sogar Einnahmen werden.

Handlungsfelder für Ihr Unternehmen erkennen und umsetzen

Oft ist es nicht einfach, die Handlungsfelder für Ihr Unternehmen zu erkennen und umzusetzen. Durch meinen Schwerpunkt der Optimierung des Einkaufs von Verpackungsmaterialien bin ich in diesem Markt ständig unterwegs und sehr gut vernetzt. Dadurch erhalten Sie die Chance, auf die veränderten Anforderungen bei den Verpackungen rechtzeitig und gezielt zu reagieren.

Sprechen Sie mich an um Ihren Einkauf von Verpackungen zu analysieren und gezielt zu verbessern.

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