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Als ich als Einkaufsleiter in einem renommierten gut aufgestellten mittelständischen Unternehmen startete, erwartete ich, dass auch der Einkauf insgesamt sehr gut organisiert ist. Nach wenigen Tagen stellte ich fest, dass meine Erwartung nicht erfüllt wurden.

Von meinem Arbeitsplatz konnte ich den Bildschirm einer Mitarbeiterin sehen. Ich beobachtete, wie sie aus dem Einkaufsprogramm Zahlen ermittelte und in eine Excel - Datei übertrug. Es waren Einkaufs- und Verbrauchsdaten der wichtigsten Rohstoffe und wurden wöchentlich für die Geschäftsführung aufbereitet. Auf deren Basis wurden Einkaufsentscheidungen getroffen.

Wöchentlich wurde vom Einkauf auch die Versorgung der Produktion überprüft und fehlende Rohstoffe und Verpackungen disponiert. Dafür druckte der Einkauf die Planzahlen jedes Artikels aus und arbeitete die Listen anschließend durch. Es erschienen auch Artikel, deren Bestand ausreichend war. 52 Wochen im Jahr wurden so für jeden Einkäufer bis zu 500 Seiten gedruckt und bearbeitet.

In einem anderen etablierten Unternehmen erlebte ich vor wenigen Jahren trotz des Einsatzes von SAP ähnliches.

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